Wie so oft gilt auch für diese Reise, “Der Weg ist das Ziel”. Schon seit längerem meide ich nach Kräften die Autobahnen. Auch wenn es länger dauert, auf Landstraßen erlebt man Land und Leute viel unmittelbarer und man erfährt im wahrsten Sinne des Wortes viel mehr über sie. Alle Personen denen ich auf dieser Reise begegnet bin, haben mir bewiesen, daß wir in Deutschland garnicht so stur sind, wie das so oft behauptet wird. Immer bekam ich ein freundliches “Guten Tag” oder wie im hohen Norden üblich ein “Moin”. Ein freundliches Gesicht inklusive. Die Bedienung in ´Café´s in der Fischbrötchenbude, immer nett und freundlich. Von dem guten Mann einmal ganz zu schweigen, der auf die Wiese hinter seinen Haus verwies, als wir ihn nach einem Campingplatz fragten. Der Weg ist das Ziel und die Pausen machen eine Reise erst zum Gewinn. Nur von Punkt A nach Punkt B in der kürzesten Zeit zu fahren, kann nicht mein Reisestil sein. Früher war er das einmal. Vielleicht ein Zeichen für eine gewisse Reife? Nach langer Zeit war dies die streckenmäßig weiteste Reise auf dem Motorrad seit langem, an einem Wochenende zumal. Die Auswahl der Reisestrecke, also des Weges entscheidet nachhaltig über das Ziel, das man erreichen wird. Mein Ziel ist es Land und Leute zu erfahren. Das  Ankommen beginnt schon mit dem Losfahren. Ja, die Löcher sind die Hauptsache an einem Sieb.

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